Noreia Blüten Essenzen

Fehlgeburt

 

Sie haben Ihr Kindlein verloren und Ihr Herz ist schwer.

Vorstellungen, Träume, Hoffnungen sind mit ihm gestorben, auch wenn es nur wenige Wochen unter Ihrem Herzen gewohnt hat. Wie traurig Sie darüber sind, kann Ihre Umgebung nicht verstehen: „Das war ja noch kein Kind, das war ja noch ganz klein, das war ein Abortus, das hat ja noch nicht richtig gelebt, Sie können ja noch eins bekommen!“ und mehr dieser Aussagen sind verletzend. Damit will Ihnen die Gesellschaft einreden, es gäbe kaum Grund zum Trauern. Und das ist nicht richtig.

Es ist normal, dass Sie traurig sind, dass Sie weinen, dass Sie Ihr tägliches Arbeitspensum kaum schaffen und sich schlecht konzentrieren können. Bitte lassen Sie alle Gefühle zu, Trauer, Wut, Verzweiflung und vielleicht auch Schuldgefühle, weil Sie sich am Anfang auf dieses Kind nicht gefreut haben, weil Sie es nicht eingeladen hatten in Ihr Leben oder auch Ihr Partner damit nicht einverstanden war. Lassen Sie sich viel Zeit Ihre Trauer durchzugehen. Trauern braucht Trauern und keine Therapie, braucht einen geschützten emotionalen Raum und viel Zeit, die Ihnen niemand vorschreiben kann. Viele Frauen erzählen, es käme wie Wellen. Je mehr Sie sich Ihrer Trauer hingeben können, desto länger werden die Pausen zwischen den Wellen sein. Und mit der Zeit werden Sie merken, dass Sie sich auch wieder freuen können.

Bitte warten Sie mit dem Einladen des nächsten Kindes - gut wären wenigstens 9 Monate.

Wenn auch körperlich alles wieder in Ordnung ist und Ihr Frauenarzt, Ihre Frauenärztin meint, einer neuen Schwangerschaft stände nichts mehr im Wege, sollten Sie auf Ihr Herz hören, ob schon Platz ist für ein neues Kindelein. Es wird niemals ein Ersatz für Ihren großen Verlust sein können und auch kein Trost.

Sollten Sie allerdings rasch wieder schwanger geworden sein oder über eine Nachfolge-Schwangerschaft nachdenken finden Sie dazu Empfehlungen von Erika Pichler im Artikel:
„Nachfolge-Schwangerschaft nach Fehlgeburten oder verstorbenen Kindern“.